Jochen Schmidt
„Case cantoniere“
seit 1985

Case cantoniere sind Straßenwärterhäuser, die zur Zeit des Faschismus um 1930 erbaut wurden. Quasi einem Raster gleich sind sie in festgelegten Abständen entlang der Staatsstraßen über ganz Italien verteilt. Die Arbeiter, die dort mit Ihren Familien wohnten, hatten die Aufgabe, den Ihnen zugeteilten Straßenabschnitt instand zu halten und zu kontrollieren. Das typische dieser Häuser ist: ein eigener architektonischer Stil, eine ganz charakteristische rote Farbe der Fassade und die grünen Fensterläden.

Aufgrund der Modernisierung des Straßennetzes haben die Staatsstraßen und damit die case cantoniere an Bedeutung verloren. Die meisten der case cantoniere sind deshalb heute verlassen und dem Verfall preisgegeben.

Schmidt´ Zitat: „Die fehlende Aufgabe und die Sinnentleerung der case cantoniere, sowie die Ästhetik des Verfalls sind die wesentlichen Punkte, die mich als Fotograf interessieren.“

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